Freitag ist Weltuntergang - Survival-Party im Buchmuseum

von Anett Lentwojt, 9. Dezember 2012

Leporello Maya-Handschrift
Der "Codex Dresdensis" liegt in der Schatzkammer des Buchmuseums in der Sächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)© SLUB

Der Weltuntergang geht spurlos an uns vorüber oder auch nicht. Aber das ist uns dann egal. Die Sächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) veranstaltet dazu am 21. Dezember 2012 eine Survival-Party mit den Dresdner Sinfonikern zum Untergang der Welt. Das „Konzert zum Ende der Zeit“ wird eine musikalische Verbeugung vor der uralten Maya-Kultur. Den globalen „Doomsday“ prophezeien Esotheriker und Astrologen immer mal wieder. Dieses Jahr beziehen sie sich auf den uralten Maya-Kalernder, den „Codex Dresdensis“ (Dresdner Kodex).  Das ist eine von vier erhaltenen Maya-Handschriften. Sie kam schon 1739 nach Dresden. Damals als „Mexikanisches Buch“ in die kurfürstliche Bibliothek aufgenommen, wurde die Handschrift erst 1853 als Maya-Handschrift erkannt. Eine Sensation! Denn es gibt kaum handschriftliche Überlieferungen. Die Spanier vernichteten aus religiösem Eifer fast alles bei ihren Eroberungen Amerikas. Der Dresdner Kodex, benannt nach seinem Lagerort, ist ein astronomisches Kalendersystem. Der Kalender-Zyklus endet nach 5128 Jahren am 21. bzw. 23. Dezember 2012. Bis heute ist er nicht vollständig entschlüsselt. Wer selbst einen Blick darauf werfen möchte, besucht das Buchmuseum Dresden oder geht in die SLUB zur Party.

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