Menschen und ihre Fahrradgeschichte

von Anett Lentwojt, 29. September 2017

Trekkingrad Meissner Räder
Weltenbummler Stefan Utke trennt sich für wenige Monate von seinem geliebten Trekkingrad © KDD
Niederrad Excelsion Ausstellung Ich.Fahr.Rad
Die Geschichte des Fahrrads auf eine "Postkarte" reduziert.© KDD
Verkehrsmuseum Johanneum Dresden
Ausstellung Ich.Fahr.Rad - Fahrradgeschichte(n) im Verkehrsmuseum© KDD
Stadtführung Ich.Fahr.Rad Verkehrsmuseum
Die Liebe zum Fahrrad kennt keine Grenzen© KDD
Trekkingrad Meissner Räder
Niederrad Excelsion Ausstellung Ich.Fahr.Rad
Verkehrsmuseum Johanneum Dresden
Stadtführung Ich.Fahr.Rad Verkehrsmuseum

Im Verkehrsmuseum Dresden eröffnet die Ausstellung „Ich.Fahr.Rad.- Fahrradgeschichte(n)“. Der Fokus der Ausstellung liegt nicht in der Entwicklungsgeschichte des Fahrrads. Diese wird nur in „Postkarten“ an einer Wand präsentiert. Die Idee dazu stammt von den Ausstellungsgestaltern Tanja Unger, Matthias Zänsler und Oliver Reinecke. Radmodelle aus dem Fundus des Verkehrsmuseums von der Draisine vor 200 Jahren bis 2017 dekorieren den Eingangsbereich. Vom 30. September 2017 bis zum 18. März 2018 erzählen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer von ihrem Verhältnis zu ihrem Rad. Wie ein Aufklappbuch springt man von einer Erlebniswelt in die nächste. Man begleitet einen Fahrradkurier durch Dresden, schaut sich das voll gepackte und selbst gebaute Trekkingrad des Weltenbummlers Stefan Utke an oder vergleicht das Carbonrad von Sirko Kamusella, der ein eigenes Radrennen, die „Elbspitze“ ins Leben gerufen hat, mit dem Rad des Friedensfahrers Täve Schur. 

Die Tablets an jeder Station zeigen kleine Filme, in denen die Protagonisten ihre Radgeschichte erzählen. Die Bandbreite reicht von Abenteuer, Sport, Beruf, Alltag bis Rad fahren zum puren Vergnügen. Geschickt gespickt ist die Ausstellung mit kleinen „Hätten Sie es gewußt?“-Zetteln, auf denen Hintergrundwissen vermittelt wird.

Wer jetzt Lust bekommt, selbst ein Liegerad oder ein Rennrad auszuprobieren oder einfach mal testen möchte, ob man einen zwei Kilometer steilen Bergpass bewältigt und anschließend mit ca. 70km/h das Tal hinunter brettern kann, der darf sich an verschiedenen interaktiven Stationen ausprobieren. Ich habe es auf dem Ergometer leider bloß geschafft, gerade 1 Minute eine Dunstabzugshaube zu betreiben und mein Ei im Eierkocher hätte ich roh verspeisen müssen, weil die Ausdauer fehlte. An meiner Kondition kann ich wohl noch arbeiten.

Auf jeden Fall macht die Ausstellung Lust auf Rad fahren. Und das ist auch das Ziel. In Deutschland werden jährlich mehr Fahrräder gekauft, als Autos zugelassen. Vielleicht lässt sich so ein Dieselfahrverbot oder die Einführung einer Umweltzone in Dresden leicht vermeiden? Ab morgen mit dem Rad durch die Stadt!

Wir praktizieren die Stadtrundfahrten mit dem Rad schon seit Jahren. Sightseeing mit dem Rad macht Freude!